Gasthof „Zur Linde“

Herzlich Willkommen im Gasthof „Zur Linde“

Reservierungen unter:  03448/ 7533088 oder 0178-46 88 709

Montag + Dienstag Rugetag
Abendessen auf Nachfrage möglich (ab 10 Personen)
Mittwoch + Donnerstag 17.00Uhr – 21.00Uhr
Freitag 17.00Uhr – 23.00Uhr
Sonnabend 17.00Uhr – 23.00Uhr
Mittag / Kaffee auf Nachfrage/Reservierung
Sonntag 11.00Uhr – 14.00Uhr
16.30Uhr – 21.00Uhr

OVZ_LOGOGasthof1Ein Tipp aus der alten Heimat erfüllt den Lebenstraum in der ProvinzNach neun Monaten Leerstand öffnet Starkenberger Gasthof „Zur Linde“ wiederStarkenberg. Etwa ein Dreivierteljahr stand der Gasthof „Zur Linde“ in Starkenberg leer. „Der Ort, um sich am Abend in geselliger Runde zu treffen oder Feiern auszurichten, fehlte in der Gemeinde schmerzhaft“, sagt Bürgermeister Wolfram Schlegel (Regionale). Deshalb habe man intensiv nach neuen Betreibern gesucht, was sich aber als nicht so einfach erwies.
Ab Sonntag ist dies Geschichte und es zieht wieder Leben in die „Linde“ ein. Doreen Kuczawa und ihr Lebensgefährte Lars Lehmann werden die Traditionsgaststätte wiedereröffnen. „Ich erfülle mir damit sozusagen einen Lebenstraum“, sagt die 32-jährige Neu-Chefin. „Denn immer war mein Ziel die Selbstständigkeit in der Gastronomie. Idealerweise in einem Landgasthof. Und hier passt alles“, sagt die junge Frau, die übrigens wie ihr vier Jahre älterer Lebenspartner aus der Gastronomie kommt.
Die gebürtige Altenburgerin Doreen Kuczawa ist gelernte Hotelfachfrau, die über ebensolche Erfahrungen auch in der Gastronomie verfügt. „Das lag bei mir auch schon in den Genen“, sagt sie. Immerhin ist ihre Mutter Käthe Kuczawa in Altenburg so etwas wie eine lebende gastronomische Institution. Nicht nur im legendären Weißen Ross arbeitete die heute 73-Jährige. Später leitete sie auch für 17 Jahre die Kantine des Theaters. „Und überall war ich auch regelmäßig mit dabei und habe mit geholfen, als ich älter war“, erinnert sich die Tochter. Auch Lebenspartner Lars Lehmann kommt vom Fach, ist gelernter Koch und deshalb ist in Starkenberg die Küche sein Reich.
Eigentlich war Berlin Heimatstadt und Arbeitsort der beiden. Doch obwohl sie schon 13 Jahre in der Spreemetropole leben, rissen Doreen Kuczawas Bindungen in die alte Heimat Altenburg und damit auch den Landkreis niemals ab. „Klar halte ich zu meiner Mutter und zur weiteren Familie ständig Kontakt.“ Und im Frühherbst vergangenen Jahres las Mutter Käthe in der OVZ einen Artikel über die verzweifelte Suche des Starkenberger Bürgermeisters nach einem neuen Linden-Chef. „Sie hat uns den Artikel geschickt und was dort stand, passte genau zu unserem großen Traum“, erzählt die Wirtin. Schnell war man sich mit der Gemeinde einig und es stand dem Umzug nichts mehr im Weg. Im Dezember zog das Paar von der Bundeshauptstadt ins idyllische Starkenberg. Da half auch die ganze Familie mit – allen voran Bruder Heiko Köhler. „Mutti freut sich schon. Natürlich wird sie uns mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sagt Doreen Kuczawa. Auch dem künftigen Chefkoch Lars Lehmann, ohne permanent Topfguckerin zu sein. „Lars hat ja in einem Fünf-Sterne-Hotel gelernt. Mutti gibt immer jene wichtigen Ratschläge zur typischen regionalen Hausmannskost, die hierzulande gern genommen wird.“
Gemütlich, rustikal und bodenständig soll es nach den Plänen der Betreiber in der Linde künftig sowohl in der Küche als auch im Gastraum zugehen. Eng will man da mit regionalen Landwirten zusammenarbeiten. „Aber auch mit dem berühmten und besonderen Tüpfelchen auf den Gerichten, die ein Stückchen Berliner Großstadtcharme haben.“
Vor allem freuen sich beide darauf, dass die Linde wieder ein Anlaufpunkt für Starkenberg wird.
Jörg WolfFoto: Jens Paul Taubert