Windkraftanlage

EnerconE82

In der Gemeinde Starkenberg beabsichtigt der private Investor “aquavent” aus Merzhausen die Errichtung von zwei Windkraftanlagen
des Typs ENERCON E-82
mit einem Rotordurchmesser von 82 Meter
und einer Nabenhöhe von 138 Meter
und einer Leistung von 2,0 Megawatt.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens hat die Gemeinde ihre Zustimmung zum Vorhaben abgelehnt.
In der Gemeinde sei mit einer Deponie und einem Sandtagebau die Grenze der Zumutbarkeit erreicht.


06.06.2012

29.05.2012

25.05.2012

08.05.2012

08.05.2012

27.04.2012

13.04.2012

06.04.2012

04. April 2012

 

 

Selbst die vom Wirtschaftsminister geforderte Erhöhung der Vorrangflächen für Windkraftanlagen von 0,3 Prozent auf 1 Prozent ist im Altenburger Land bereits erreicht.

Zudem ist der Gemeinde für eine fundierte Stellungnahme zu den umfangreichen Genehmigungsunterlagen nicht ausreichend Zeit eingeräumt worden.
Das Landratsamt hat im Verfahren die Ablehnung der Gemeinde Starkenberg durch eine eigene Entscheidung ersetzt und die Genehmigung erteilt.
Zur Zeit befindet sich der Einspruch der Gemeinde Starkenberg noch in der Prüfung durch das Verwaltungsgericht.

Bis zum Jahresende 2011 sollen 2 Anlagen des Typs Enercon E 82 gebaut werden.
3 weitere Anlagen sind schon in der Genehmigungsphase und werden dann im Jahr 2012 hinzukommen.


Schon seit einigen Jahren wehren sich die Gemeinde Starkenberg sowie eine Bürgerinitiative gegen die geplante Errichtung zweier Windkraftanlagen im Kraasaer Grund.

Der Ausgang des komplizierten Rechtsstreites ist noch ungewiss. Dafür hat der Gemeinderat ohne Vorbehalt den Weg für Biogas- und Solaranlagen geebnet.

Von Starkenbergs Bürgermeister Wolfram Schlegel (Regionale) hatte eine weitere Hiobsbotschaft für die Gegner der Windkraft parat: „Der Gemeinde liegen die Anträge zur Errichtung von drei weiteren Anlagen vor“, teilte er auf der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. „Dann hätten wir schon fünf von den Dingern“, meinte ein Gegner mit einem Anflug von Ironie. Aber wie schon bei den vor Jahren beantragten Windkrafträdern, die jeweils 180 Meter hoch werden sollen, will die Gemeinde auch im neuen Fall nicht einlenken. „Wir als Gemeinderat werden diesem Anliegen nicht zustimmen“, legte sich das Gemeindeoberhaupt bereits fest. Und das, obwohl das Landratsamt den Bau der ersten beiden  Anlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigt hat (OVZ berichtete).

Noch ist die Entscheidung  im schwelenden Rechtsstreit nicht gefallen. „Wir müssen abwarten“, sagte  Schlegel. Er sieht seine Gemeinde nach wie vor in einer rechtlich sicheren Position: Die geplanten Anlagen befänden sich nur in einem 680-Meter-Abstand zur nächsten Orts- und Wohnbebauung. „Zu dicht“, konstatierte der Bürgermeister und verwies auf den festgeschriebenen Mindestabstand von 750 Metern, den so eine Windkraftanlage zum nächsten Wohnhaus nach geltendem Recht haben müsste. Doch mittlerweile ist im Rahmen der Neufassung des Regionalplanes für Ostthüringen das Vorranggebiet für die Errichtung von Windkraftanlagen sogar erweitert worden. „Auch dieser Entwurf wird von der Gemeinde keinen Zuspruch erhalten“, kündigte Schlegel an.

Gegen Windkrafträder sind die Starkenberger aus mehreren Gründen. Zum einen wegen des nicht gewährleisteten Mindestabstands zur ersten Wohnbebauung, zum anderen aus naturschutz-rechtlichen Gründen. Man sieht erhebliche Gefahren für geschützte Arten wie den Rotmilan.

Doch Gemeinde und Bürger verwehren sich keineswegs dem Thema erneuerbare Energien. So hat Starken-berg bereits den Bau von zwei Biogasanlagen genehmigt. Hinzu kommt eine  geplante Fotovoltaikanlage auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube bei Kleinröda, Es könnte sogar die größte Solaranlage im Altenburger Land werden. Angedacht ist der Bau rund um das Kies- und Sandwerk Starkenberg auf einer Fläche von rund 64 Hektar. Der Investor plant laut Bürgermeister, noch in diesem Jahr mit einem Teil der Anlage ans Netz zu gehen. (Jörg Wolf)